Was kostet eine Feuchtigkeitssanierung?
Eine seriöse Kostenschätzung ist erst nach Prüfung der Ursache möglich: aufsteigende Feuchte, seitlich eindringendes Wasser, Kondensat, Rohrleckagen oder mangelhafte Abdichtung erfordern unterschiedliche Maßnahmen. Als Orientierung liegen viele kleinere Sanierungen zwischen 500 und 3.000 EUR. Mittlere Projekte mit Trocknung, Schimmelbehandlung oder Teilabdichtung bewegen sich häufig zwischen 3.000 und 8.000 EUR. Bei umfangreicher Kellerabdichtung, Horizontalsperre oder Sanierung größerer Wandflächen können 8.000 bis 15.000 EUR und mehr realistisch sein.
Typische Preisbereiche
Die folgenden Richtwerte helfen bei der ersten Budgetplanung. Die tatsächlichen Kosten hängen von Gebäudezustand, Zugänglichkeit, Material, Fläche und regionalem Preisniveau ab.
- Feuchtigkeitsanalyse und Messprotokoll: ca. 150 bis 500 EUR
- Leckageortung oder Ursachenprüfung: ca. 250 bis 800 EUR
- Bautrockner-Miete: ca. 10 bis 25 EUR pro Gerät und Tag, zuzüglich Stromkosten
- Schimmelbeseitigung auf Wandflächen: ca. 40 bis 120 EUR pro m²
- Innenabdichtung im Keller: ca. 250 bis 600 EUR pro m²
- Horizontalsperre per Injektion: ca. 150 bis 400 EUR pro laufendem Meter
- Außenabdichtung erdberührter Kellerwände: ca. 500 bis 1.000 EUR pro laufendem Meter, abhängig von Aushub und Tiefe
Wodurch entstehen Preisunterschiede?
Bei Feuchtigkeitsschäden ist nicht nur die sichtbare Fläche entscheidend. Besonders teuer werden Projekte, wenn Erdarbeiten, Rückbau, Putzsanierung oder mehrere Trocknungs- und Abdichtungsschritte notwendig sind.
- Schadensursache: Ein Kondensationsproblem ist meist günstiger zu beheben als drückendes Wasser oder defekte Außenabdichtung.
- Fläche und Bauteildicke: Größere Wandflächen, dickes Mauerwerk und verwinkelte Keller erhöhen Material- und Arbeitsaufwand.
- Zugänglichkeit: Außenabdichtungen werden teurer, wenn Terrassen, Pflaster, Leitungen oder enge Grundstücksbereiche den Aushub erschweren.
- Sanierungsverfahren: Injektion, Innenabdichtung, Außenabdichtung, Drainage und Putzsysteme unterscheiden sich deutlich im Preis.
- Folgearbeiten: Entsorgung, Neuverputz, Malerarbeiten, Bodenbeläge und Schimmelprävention können das Budget erhöhen.
So läuft die Kostenermittlung ab
Fachbetriebe prüfen zunächst Feuchteverteilung, Salzbelastung, Lüftungs- und Abdichtungssituation. Danach wird festgelegt, ob Trocknung, Abdichtung, Schimmelentfernung, Putzsanierung oder eine Kombination notwendig ist. Sinnvoll ist ein Angebot mit klarer Leistungsbeschreibung, Mengenangaben, Materialpositionen und Hinweisen zu möglichen Zusatzarbeiten.
- Schaden dokumentieren und betroffene Räume benennen
- Ursache vor Ort prüfen lassen
- Sanierungskonzept mit Verfahren und Umfang erstellen
- Angebote von mehreren Fachbetrieben vergleichen
- Folgearbeiten wie Putz, Farbe oder Bodenbelag im Budget berücksichtigen
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