Fachbetrieb: Immobilienmakler

Was kostet ein Immobilienmakler?

Die Kosten für einen Immobilienmakler hängen vor allem davon ab, ob eine Immobilie verkauft, gekauft oder vermietet wird. Beim Verkauf liegen die üblichen Provisionen häufig zwischen 3,57 % und 7,14 % des Kaufpreises inklusive MwSt.; bei Vermietung orientiert sich die Vergütung meist an der Monatsmiete.

Klare Entscheidungshilfe

Maklerprovision beim Immobilienverkauf

Beim Verkauf einer Wohnimmobilie wird die Provision üblicherweise erst fällig, wenn der Kaufvertrag wirksam zustande gekommen ist und dies im Maklervertrag entsprechend vereinbart wurde. Bei Verkäufen an Verbraucher gelten gesetzliche Regeln zur Verteilung der Maklerkosten: Wird der Makler von beiden Seiten beauftragt oder sollen die Kosten geteilt werden, darf der Käufer in vielen Fällen nicht mehr zahlen als der Verkäufer. In der Praxis wird die Gesamtprovision häufig zwischen Verkäufer und Käufer aufgeteilt.

  • Niedriger Bereich: ca. 3,57 % des Kaufpreises inklusive MwSt.
  • Häufiger mittlerer Bereich: ca. 5,95 % bis 7,14 % des Kaufpreises inklusive MwSt.
  • Bei 500.000 EUR Kaufpreis entspricht 3,57 % bis 7,14 % etwa 17.850 EUR bis 35.700 EUR Gesamtprovision
  • Der genaue Anteil für Verkäufer und Käufer sollte vor Beauftragung schriftlich vereinbart werden

Welche Leistungen sind häufig enthalten?

Ein Immobilienmakler übernimmt in der Regel mehr als nur die Vermittlung eines Interessenten. Der genaue Leistungsumfang sollte im Maklervertrag beschrieben sein, damit Kosten und Erwartungen zusammenpassen.

  • Marktpreiseinschätzung und Beratung zur Angebotsstrategie
  • Beschaffung und Prüfung relevanter Objektunterlagen
  • Erstellung von Exposé, Fotos und Objektbeschreibung
  • Veröffentlichung auf Immobilienportalen und Ansprache vorgemerkter Interessenten
  • Organisation und Durchführung von Besichtigungen
  • Vorqualifizierung von Kauf- oder Mietinteressenten
  • Unterstützung bei Preisverhandlungen und Vorbereitung des Notartermins beim Verkauf

Wovon hängen die Maklerkosten ab?

Die Provision selbst ist oft prozentual oder mietbezogen, der tatsächliche Aufwand kann sich aber deutlich unterscheiden. Deshalb lohnt sich ein Vergleich mehrerer Angebote, insbesondere bei höherwertigen Immobilien oder schwierigen Vermarktungssituationen.

  • Kaufpreis oder Miethöhe der Immobilie
  • Regionale Provisionspraxis und Wettbewerb unter Maklern
  • Art der Immobilie: Wohnung, Einfamilienhaus, Mehrfamilienhaus, Gewerbeobjekt
  • Vermarktungsdauer und Nachfrage am Standort
  • Qualität der Objektunterlagen und notwendige Vorbereitung
  • Umfang der Vermarktung, z. B. Portale, Fotos, Grundriss, Drohnenaufnahmen oder virtuelle Rundgänge

So vergleichen Sie Maklerangebote richtig

Achten Sie nicht nur auf den Prozentsatz der Provision. Entscheidend ist, welche Leistungen dafür enthalten sind und wie realistisch die Vermarktungsstrategie ist. Ein sehr niedriger Preis kann attraktiv wirken, ist aber nicht automatisch die beste Wahl, wenn dadurch Reichweite, Beratung oder Verhandlungsstärke fehlen.

  • Mindestens zwei bis drei Angebote vergleichen
  • Leistungsumfang, Laufzeit und Kündigungsregelung prüfen
  • Provisionshöhe inklusive MwSt. schriftlich bestätigen lassen
  • Nach Vermarktungsplan, Zielgruppe und Preisstrategie fragen
  • Klären, ob zusätzliche Kosten für Fotos, Exposé oder Energieausweis anfallen können

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Häufige Fragen

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Wie hoch ist die Maklerprovision beim Hausverkauf?

Beim Hausverkauf liegt die Gesamtprovision häufig zwischen 3,57 % und 7,14 % des Kaufpreises inklusive MwSt. Bei einem Verkaufspreis von 400.000 EUR entspricht das etwa 14.280 EUR bis 28.560 EUR Gesamtprovision.

Wer zahlt den Immobilienmakler beim Verkauf?

Bei vielen Verkäufen von Wohnimmobilien an Verbraucher wird die Provision zwischen Verkäufer und Käufer geteilt. Der Käufer darf in diesen Fällen häufig nicht mehr zahlen als der Verkäufer. Die genaue Regelung sollte im Maklervertrag und später im Kaufprozess eindeutig festgehalten werden.

Was kostet ein Makler bei Vermietung?

Bei Vermietung liegen die Kosten häufig bei etwa 1,19 bis 2,38 Nettokaltmieten inklusive MwSt. Bei 900 EUR Nettokaltmiete entspricht das etwa 1.071 EUR bis 2.142 EUR. Wer zahlt, hängt davon ab, wer den Makler beauftragt hat.

Wann wird die Maklerprovision fällig?

Die Provision wird in der Regel erst fällig, wenn durch die Maklertätigkeit ein Kauf- oder Mietvertrag zustande gekommen ist und eine wirksame Provisionsvereinbarung besteht. Die genaue Fälligkeit sollte im Vertrag stehen.