Fachbetrieb: Inkassobüros

Was kostet ein Inkassobüro?

Die Kosten für ein Inkassobüro hängen vor allem von Forderungshöhe, Aufwand, Schuldnerreaktion und Zusatzleistungen ab. Üblich sind feste Bearbeitungsgebühren pro Forderung, Gebühren nach gesetzlichem Rahmen sowie Kosten für Recherche, Bonitätsauskünfte oder Langzeitüberwachung.

Klare Entscheidungshilfe

Kosten für Inkassobüros im Überblick

Inkassokosten sind nicht bei jedem Fall gleich. Eine einfache, unbestrittene Forderung mit korrekter Adresse ist deutlich günstiger als ein Fall mit bestrittenem Anspruch, unbekannter Anschrift oder notwendigem gerichtlichem Mahnverfahren. Für Auftraggeber ist wichtig zu unterscheiden: Einige Kosten entstehen direkt für die Bearbeitung, andere können unter bestimmten Voraussetzungen als Verzugsschaden gegenüber dem Schuldner geltend gemacht werden.

  • Außergerichtliche Inkassobearbeitung: häufig 25 bis 250 EUR pro Forderung
  • Adress- oder Schuldnerrecherche: häufig 15 bis 60 EUR pro Recherche
  • Bonitätsauskunft: häufig 10 bis 50 EUR pro Auskunft
  • Gerichtliches Mahnverfahren als Zusatzleistung: häufig 40 bis 150 EUR Servicegebühr, zuzüglich gesetzlicher Gerichtsgebühren
  • Langzeitüberwachung titulierter Forderungen: häufig 20 bis 90 EUR pro Jahr und Schuldner

Inkassobüro auswählen: worauf achten?

Achten Sie nicht nur auf den niedrigsten Preis, sondern auch auf transparente Kostenmodelle, klare Kommunikation und eine seriöse Bearbeitung. Ein gutes Inkassobüro erklärt, welche Gebühren entstehen, welche Schritte geplant sind und wann zusätzliche Kosten anfallen können.

  • Kostenmodell vor Beauftragung schriftlich klären
  • Nach Gebühren für Zusatzleistungen fragen
  • Prüfen, ob Massenforderungen oder Einzelfälle bearbeitet werden
  • Ablauf bei bestrittenen Forderungen klären
  • Regelmäßige Statusinformationen vereinbaren
  • Vorhandene Unterlagen vollständig bereitstellen

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Häufige Fragen

Klare Antworten ohne Umwege

Wer bezahlt die Inkassokosten?

Ist der Schuldner wirksam in Verzug, können notwendige und angemessene Inkassokosten grundsätzlich als Verzugsschaden geltend gemacht werden. Ob und in welcher Höhe das im Einzelfall möglich ist, hängt von der Forderung, dem Ablauf und den gesetzlichen Vorgaben ab.

Was kostet ein Inkassobüro für eine einzelne Forderung?

Für eine außergerichtliche Bearbeitung liegen typische Kosten häufig zwischen 25 und 250 EUR pro Forderung. Der konkrete Betrag hängt von Forderungshöhe, Aufwand, Schuldnerreaktion und Zusatzleistungen ab.

Fallen zusätzliche Kosten beim gerichtlichen Mahnverfahren an?

Ja. Neben einer möglichen Servicegebühr des Inkassobüros kommen gesetzliche Gerichtsgebühren und gegebenenfalls weitere Kosten hinzu. Viele Anbieter bereiten das Mahnverfahren vor oder begleiten es als Zusatzleistung.

Lohnt sich ein Inkassobüro bei kleinen Forderungen?

Bei kleinen Forderungen kommt es auf die Anzahl der Fälle, die Erfolgswahrscheinlichkeit und das Kostenmodell an. Bei regelmäßig wiederkehrenden Außenständen kann ein Inkassobüro auch bei kleineren Beträgen sinnvoll sein.