Fachbetrieb: Notare

Was kosten Notare?

Notarkosten sind in Deutschland gesetzlich geregelt und richten sich meist nach dem Geschäftswert und der Art der Beurkundung oder Beglaubigung. Hier finden Sie realistische Richtwerte für häufige notarielle Leistungen.

Klare Entscheidungshilfe

Warum gibt es keine frei verhandelbaren Notarpreise?

Notare rechnen nach dem Gerichts- und Notarkostengesetz ab. Für vergleichbare Vorgänge entstehen daher grundsätzlich vergleichbare Gebühren, unabhängig davon, welchen Notar Sie beauftragen. Unterschiede ergeben sich vor allem durch den Geschäftswert, die Zahl der Urkunden, den Umfang der Beratung, erforderliche Entwürfe, Vollzüge, Registeranmeldungen, Auslagen und Umsatzsteuer.

  • Der Geschäftswert ist oft die wichtigste Berechnungsgrundlage.
  • Bei Immobilien zählt in der Regel der Kaufpreis oder ein vergleichbarer Wert.
  • Bei Erbsachen kann der Nachlasswert eine Rolle spielen.
  • Bei Gesellschaftssachen zählen unter anderem Stammkapital und Umfang der Anmeldung.
  • Auslagen, Dokumentenpauschalen, Porto, Registerkosten und Umsatzsteuer können zusätzlich anfallen.

Welche Faktoren beeinflussen die Notarkosten?

Die Kosten steigen in der Regel nicht nur mit dem Arbeitsaufwand, sondern vor allem mit dem gesetzlich relevanten Wert des Geschäfts. Auch mehrere Beteiligte, zusätzliche Entwürfe oder Vollzugstätigkeiten können den Gesamtbetrag erhöhen.

  • Geschäftswert: Kaufpreis, Vermögenswert, Nachlasswert oder Kapitalbetrag
  • Art der Leistung: Beglaubigung, Beurkundung, Entwurf, Beratung oder Vollzug
  • Komplexität: individuelle Klauseln, mehrere Regelungen oder zusätzliche Abstimmungen
  • Zahl der Urkunden und Beteiligten: mehr Dokumente können zusätzliche Gebühren auslösen
  • Nebenkosten: Auslagen, Registergebühren, Grundbuchkosten und Umsatzsteuer

So bereiten Sie den Notartermin kostensicher vor

Je genauer Sie den Vorgang beschreiben, desto besser kann die Notarkanzlei die voraussichtlichen Gebühren einordnen. Halten Sie relevante Werte und Unterlagen bereit, damit keine unnötigen Rückfragen oder zusätzliche Termine entstehen.

  • Nennen Sie den Zweck des Termins, zum Beispiel Kaufvertrag, Vollmacht, Testament oder Handelsregisteranmeldung.
  • Bereiten Sie Werte vor, etwa Kaufpreis, Vermögenswert, Nachlasswert oder Stammkapital.
  • Bringen Sie Personalausweise und vorhandene Vertragsentwürfe mit.
  • Fragen Sie nach, welche Auslagen, Registerkosten oder Grundbuchkosten zusätzlich anfallen können.
  • Klären Sie, ob ein Entwurf vorab erstellt werden soll und welche Informationen dafür erforderlich sind.

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Häufige Fragen

Klare Antworten ohne Umwege

Sind Notarkosten in Deutschland verhandelbar?

In der Regel nein. Notare rechnen nach gesetzlichen Gebühren ab. Für denselben Vorgang und denselben Geschäftswert entstehen daher grundsätzlich vergleichbare Gebühren.

Was kostet ein Notar beim Immobilienkauf?

Bei einem Immobilienkauf hängen die Notarkosten vor allem vom Kaufpreis ab. Als grobe Orientierung liegen reine Notargebühren häufig etwa zwischen 600 EUR und 2.500 EUR. Zusätzlich können Grundbuch- und Registerkosten anfallen.

Warum hängen Notarkosten vom Geschäftswert ab?

Das gesetzliche Gebührenmodell knüpft viele notarielle Leistungen an den wirtschaftlichen Wert des Vorgangs. Ein höherer Kaufpreis, Nachlasswert oder Vermögenswert führt daher meist zu höheren Gebühren.

Kann ich vor dem Termin eine Kosteneinschätzung erhalten?

Ja, wenn Sie den Vorgang und den relevanten Geschäftswert nennen, kann die Notarkanzlei die voraussichtlichen Gebühren meist einordnen. Die endgültige Abrechnung richtet sich nach dem konkreten Auftrag und den gesetzlichen Vorgaben.