Kosten und Vergleich

Immobilienkaufvertrag beurkunden: Kosten beim Notar

Die Kosten für die Beurkundung eines Immobilienkaufvertrags richten sich in Deutschland nach dem Gerichts- und Notarkostengesetz und vor allem nach dem Kaufpreis der Immobilie.

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Schneller Kostenüberblick

Was kostet Immobilienkaufvertrag beurkunden im Durchschnitt?

Für die notarielle Beurkundung eines Immobilienkaufvertrags liegen typische Kosten häufig zwischen etwa 1.400 € und 6.500 €. Maßgeblich sind Kaufpreis, Vertragsumfang und zusätzliche notarielle Tätigkeiten.

Kostenrichtwert Immobilienkaufvertrag beurkunden 2026 EUR 1.400 - EUR 6.500 Für ein Projekt
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Faktoren, die den Preis beeinflussen

Geschäftswert

Umfang der notariellen Abwicklung

Zusatzleistungen

Komplexität der Beteiligten

Welche Faktoren beeinflussen die Kosten?

Da Notargebühren gesetzlich berechnet werden, hängen die Kosten weniger vom frei verhandelten Stundensatz ab, sondern vor allem vom Wert und Umfang des Geschäfts.
  • Kaufpreis der Immobilie als maßgeblicher Geschäftswert
  • Art des Objekts, zum Beispiel Wohnung, Haus, Grundstück oder Teileigentum
  • Zusätzliche Regelungen wie Wohnrechte, Nießbrauch, Erbbaurecht oder Räumungsverpflichtungen
  • Finanzierung über Grundschuld oder weitere Sicherheiten
  • Anzahl der Beteiligten und erforderliche Zustimmungen
  • Besonderer Abstimmungsbedarf bei Erbengemeinschaften, Scheidung oder Gesellschaften

Wie lassen sich unnötige Mehrkosten vermeiden?

Die gesetzlichen Gebühren selbst sind nicht frei verhandelbar. Dennoch können Käufer und Verkäufer den Ablauf vorbereiten, damit zusätzliche Termine, Korrekturen oder Verzögerungen möglichst vermieden werden.
  • Alle relevanten Objektunterlagen frühzeitig bereitstellen.
  • Finanzierungsdetails rechtzeitig mit der Bank klären.
  • Sonderwünsche und Nebenabreden vor Erstellung des Entwurfs mitteilen.
  • Den Vertragsentwurf sorgfältig prüfen und Fragen vor dem Termin sammeln.
  • Klären, ob zusätzliche Vollmachten oder Genehmigungen wirklich erforderlich sind.
Ausführlicher Ratgeber

Kosten für die notarielle Beurkundung eines Immobilienkaufvertrags

Beim Kauf einer Immobilie ist die notarielle Beurkundung gesetzlich vorgeschrieben. Ohne Notar ist ein Immobilienkaufvertrag in Deutschland grundsätzlich nicht wirksam. Die Kosten werden nach festen Gebührentabellen berechnet und orientieren sich vor allem am Kaufpreis. Fachleute24 hilft Ihnen, die typischen Kosten einzuordnen und passende Notare für Ihr Vorhaben zu finden.

Preisaufbau

Typischer Kostenrahmen für die Beurkundung

Die Spanne gilt als Orientierung für übliche Immobilienkaufverträge. Der endgültige Betrag hängt vom Geschäftswert, den notwendigen Tätigkeiten und möglichen Zusatzleistungen ab.

pro Kaufvertrag
€1.400 – €6.500

Kosten nach Position

PositionEinheitHinweisPreis
Kaufvertrag für Wohnung oder kleines Haus, Kaufpreis ca. 200.000 € bis 300.000 € pro Kaufvertrag Richtwert für Entwurf, Beurkundung und übliche Abwicklung durch den Notar. €1.400 – €2.600
Kaufvertrag für Einfamilienhaus oder Wohnung, Kaufpreis ca. 300.000 € bis 500.000 € pro Kaufvertrag Häufiger Kostenbereich bei durchschnittlichen Wohnimmobilien. €2.200 – €4.600
Kaufvertrag bei höherem Kaufpreis, ca. 500.000 € bis 800.000 € pro Kaufvertrag Je nach Vertragsumfang und Abwicklung können zusätzliche Gebühren entstehen. €3.500 – €6.500
Zusätzliche notarielle Tätigkeiten, zum Beispiel Vollmacht, Treuhandauflage oder besondere Genehmigung je zusätzlicher Vorgang Die genaue Höhe richtet sich nach Wert und Art der zusätzlichen Tätigkeit. €150 – €900
Preisgrafik

Preisspannen auf einen Blick

Vergleichen Sie die wichtigsten Richtpreise nebeneinander. Die Balken zeigen das Verhältnis zwischen niedrigen und höheren Schätzungen.

Kaufvertrag für Wohnung oder kleines Haus, Kaufpreis ca. 200.000 € bis 300.000 € €1.400 – €2.600
pro Kaufvertrag
Kaufvertrag für Einfamilienhaus oder Wohnung, Kaufpreis ca. 300.000 € bis 500.000 € €2.200 – €4.600
pro Kaufvertrag
Kaufvertrag bei höherem Kaufpreis, ca. 500.000 € bis 800.000 € €3.500 – €6.500
pro Kaufvertrag
Zusätzliche notarielle Tätigkeiten, zum Beispiel Vollmacht, Treuhandauflage oder besondere Genehmigung €150 – €900
je zusätzlicher Vorgang

Beispielsituationen

Eigentumswohnung mit Standardvertrag

Käufer und Verkäufer sind private Parteien, der Kaufpreis liegt im mittleren Bereich und es gibt keine außergewöhnlichen Sonderregelungen.

€1.800 – €3.200

Einfamilienhaus mit Finanzierung

Neben dem Kaufvertrag wird die Finanzierung vorbereitet. Für eine Grundschuld können zusätzliche Gebühren entstehen.

€2.800 – €5.200

Komplexerer Immobilienkauf

Mehrere Beteiligte, besondere Rechte im Grundbuch oder zusätzliche Genehmigungen erhöhen den Abstimmungs- und Beurkundungsaufwand.

€4.500 – €8.500

Entscheidungshilfe

OptionVorteileNachteileGeeignet für
Notarielle Beurkundung eines Standard-Kaufvertrags Gesetzlich vorgeschrieben, rechtssichere Vertragsgestaltung und neutrale Belehrung beider Parteien. Gebühren sind gesetzlich vorgegeben und nicht frei verhandelbar. Übliche Käufe von Wohnung, Haus oder Grundstück.
Kaufvertrag mit zusätzlichen Regelungen Sonderfälle wie Wohnrechte, Nießbrauch oder besondere Übergaberegeln können rechtssicher geregelt werden. Mehr Abstimmung und zusätzliche Gebühren möglich. Käufe mit besonderen Vereinbarungen oder komplexer Eigentumssituation.
Kaufvertrag plus Grundschuld Finanzierung und Eigentumsübertragung werden koordiniert vorbereitet. Grundschuld verursacht zusätzliche Notar- und Grundbuchkosten. Immobilienkäufe mit Bankfinanzierung.

Preisfaktoren

Kaufpreis der Immobilie

Der Kaufpreis ist meist der maßgebliche Geschäftswert. Mit steigendem Kaufpreis steigen auch die gesetzlichen Gebühren.

Vertragsumfang

Besondere Regelungen zu Übergabe, Mängeln, Inventar, Wohnrechten oder Nutzungsrechten können zusätzlichen Aufwand verursachen.

Grundschuld und Finanzierung

Wenn zur Finanzierung eine Grundschuld bestellt wird, entstehen dafür zusätzliche Notar- und Grundbuchkosten.

Beteiligte und Genehmigungen

Mehrere Eigentümer, Erbengemeinschaften, Betreuer, Gesellschaften oder Vorkaufsrechte können weitere Prüfungen und Erklärungen erforderlich machen.

Grundbuchsituation

Löschungen, Rangänderungen oder besondere Belastungen im Grundbuch können die Abwicklung erweitern.

Spartipps

1
Unterlagen vollständig einreichen

Grundbuchauszug, Personendaten, Objektangaben und Finanzierungsinformationen sollten frühzeitig vorliegen, damit der Entwurf korrekt erstellt werden kann.

2
Sondervereinbarungen früh klären

Wer Inventar, Räumungsfristen, Mietverhältnisse oder Rechte Dritter regeln möchte, sollte dies vor dem Entwurf mitteilen.

3
Vertragsentwurf gründlich prüfen

Eine sorgfältige Prüfung vor dem Termin vermeidet spätere Änderungen und zusätzliche Abstimmungsrunden.

4
Finanzierung rechtzeitig abstimmen

Wenn eine Grundschuld benötigt wird, sollte die Bank die Unterlagen rechtzeitig an den Notar senden.

Häufige Fragen zu Kosten

Antworten zu Immobilienkaufvertrag beurkunden

Was beeinflusst den Preis von Immobilienkaufvertrag beurkunden?

Wichtig sind Umfang, Vorbereitung, Material, Zugänglichkeit und gewünschte Ausführung. Eine klare Aufschlüsselung hilft beim Angebotsvergleich.

Sind das Festpreise?

Nein. Die Beträge sind Richtwerte. Der endgültige Preis hängt von der konkreten Situation und den vereinbarten Leistungen ab.

Wie vergleiche ich Angebote richtig?

Vergleichen Sie Preis, Leistungsumfang, Material, Planung und Bedingungen. Ein niedriger Preis ist nicht immer besser, wenn Vorbereitung oder Finish fehlen.

Wann ist ein individuelles Angebot nötig?

Ein individuelles Angebot ist sinnvoll bei ungewöhnlichen Maßen, Schäden, schwieriger Zugänglichkeit oder besonderen Anforderungen an das Ergebnis.

Kann ich bei Immobilienkaufvertrag beurkunden sparen?

Ja. Beschreiben Sie die Arbeit konkret, bündeln Sie verwandte Aufgaben und vergleichen Sie mehrere Angebote mit denselben Anforderungen.

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Häufige Fragen

Über Immobilienkaufvertrag beurkunden

Was kostet ein Immobilienkaufvertrag beim Notar?

Die Kosten richten sich hauptsächlich nach dem Kaufpreis. Hinzu kommen Grundbuchgebühren, Auslagen und gegebenenfalls Kosten für Grundschulden oder Genehmigungen.

Wer bezahlt die Notarkosten beim Immobilienkauf?

In der Praxis trägt meistens der Käufer die Notarkosten und Grundbuchkosten. Abweichende Vereinbarungen sind möglich und sollten im Kaufvertrag eindeutig geregelt werden.

Wann sollte der Notar beauftragt werden?

Sobald sich Käufer und Verkäufer über die wesentlichen Punkte wie Kaufpreis, Objekt, Übergabe und Finanzierung einig sind.

Sind Notarkosten für Immobilienkaufverträge verhandelbar?

Nein. Notarkosten sind in Deutschland gesetzlich nach dem Gerichts- und Notarkostengesetz geregelt. Der Notar darf die gesetzlich vorgeschriebenen Gebühren nicht frei rabattieren oder erhöhen.

Worauf sollte ich beim Vergleich achten?

Achten Sie auf Entwurf, Beurkundung, Vollzug, Kommunikation mit Grundbuchamt, Fälligkeitsmitteilung und transparente Auslagen.

Sind Grundbuchkosten in den Notarkosten enthalten?

Nicht immer. Notarkosten und Grundbuchkosten werden häufig gemeinsam betrachtet, sind aber unterschiedliche Kostenpositionen. Grundbuchkosten entstehen zusätzlich für Eintragungen und Löschungen beim Grundbuchamt.

Kann eine schnelle Abwicklung teurer sein?

Eilbedürftige Abläufe können mehr Abstimmung erfordern. Die gesetzlichen Gebühren bleiben jedoch maßgeblich.

Wann fallen höhere Kosten an?

Höhere Kosten entstehen vor allem bei höherem Kaufpreis, zusätzlicher Grundschuld, komplexen Eigentumsverhältnissen, besonderen Rechten oder wenn mehrere zusätzliche Erklärungen und Genehmigungen erforderlich sind.

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