Photovoltaik Kosten im Überblick
Die folgenden Preisbereiche sind Richtwerte für private PV-Anlagen in Deutschland. Sie umfassen typischerweise Module, Unterkonstruktion, Wechselrichter, Standard-Montage, Anschluss und Inbetriebnahme. Abweichungen entstehen zum Beispiel durch Dachform, Gerüst, Zählerschrank, Speichergröße oder besondere Leitungswege.
- PV-Anlage ohne Speicher: ca. 1.200 bis 2.100 EUR pro kWp
- PV-Anlage mit Speicher: häufig ca. 1.700 bis 3.000 EUR pro kWp bezogen auf die PV-Leistung
- Typisches Einfamilienhaus mit 8 bis 10 kWp ohne Speicher: ca. 10.500 bis 20.000 EUR
- Typisches Einfamilienhaus mit 8 bis 10 kWp und Speicher: ca. 16.000 bis 30.000 EUR
- Batteriespeicher als Zusatz: ca. 4.500 bis 14.500 EUR, abhängig von Kapazität und System
Preisbeispiele für typische PV-Anlagen
Die passende Anlagengröße richtet sich nach Stromverbrauch, Dachfläche, Ausrichtung und gewünschtem Eigenverbrauch. Größere Anlagen sind pro kWp oft günstiger, weil Planung, Anfahrt, Gerüst und Anschlusskosten auf mehr Leistung verteilt werden.
- Kleine PV-Anlage, ca. 5 kWp ohne Speicher: etwa 7.000 bis 11.500 EUR
- Mittlere PV-Anlage, ca. 8 kWp ohne Speicher: etwa 10.500 bis 16.500 EUR
- PV-Anlage, ca. 10 kWp ohne Speicher: etwa 12.500 bis 20.000 EUR
- Größere PV-Anlage, ca. 15 kWp ohne Speicher: etwa 18.000 bis 29.000 EUR
- PV-Anlage ca. 10 kWp mit 8 bis 12 kWh Speicher: etwa 19.000 bis 30.000 EUR
Was ist in einem PV-Angebot meist enthalten?
Ein gutes Angebot sollte transparent zeigen, welche Leistungen und Komponenten im Preis enthalten sind. Wichtig ist besonders, ob Elektroarbeiten, Zählerschrankanpassungen, Gerüst und Anmeldung beim Netzbetreiber bereits einkalkuliert sind.
- PV-Module mit passender Unterkonstruktion
- Wechselrichter oder Hybrid-Wechselrichter
- Montage auf dem Dach inklusive Standard-Befestigung
- DC- und AC-Verkabelung im üblichen Umfang
- Elektrischer Anschluss und Inbetriebnahme
- Planung, Auslegung und Ertragsabschätzung
- Anmeldung beim Netzbetreiber und technische Dokumentation
- Optional: Batteriespeicher, Energiemanagement, Wallbox oder Notstromfunktion
Wodurch ändern sich die Kosten?
Der Endpreis unterscheidet sich von Haus zu Haus. Deshalb lohnt sich ein Vergleich mehrerer Angebote auf gleicher technischer Grundlage.
- Dachart und Dachneigung: Ziegeldächer, Flachdächer und Schieferdächer haben unterschiedliche Montagesysteme und Arbeitsaufwände.
- Dachzustand: Muss das Dach vorab repariert oder verstärkt werden, entstehen zusätzliche Kosten.
- Anlagengröße: Mehr kWp bedeuten höhere Gesamtkosten, aber häufig niedrigere Kosten pro kWp.
- Speicher: Kapazität, Hersteller, Wechselrichter-Kompatibilität und Notstromfähigkeit beeinflussen den Preis deutlich.
- Zählerschrank: Ältere Elektroinstallationen müssen teilweise modernisiert werden.
- Gerüst und Zugänglichkeit: Höhe, Dachform und Anfahrtsbedingungen wirken sich auf Montagekosten aus.
- Verbrauchsprofil: Wärmepumpe, Elektroauto oder hoher Tagesverbrauch können eine größere Anlage oder Speicherlösung sinnvoll machen.
So vergleichen Sie Angebote richtig
Vergleichen Sie nicht nur den Gesamtpreis. Entscheidend sind Leistung in kWp, erwarteter Jahresertrag, Speichergröße in kWh, enthaltene Elektroarbeiten und die genaue Komponentenliste.
- Preis pro kWp berechnen und nur Angebote mit ähnlichem Leistungsumfang vergleichen
- Speicherkapazität, nutzbare Kapazität und Systemkompatibilität prüfen
- Klären, ob Zählerschrankarbeiten, Gerüst und Netzbetreiber-Anmeldung enthalten sind
- Auf realistische Ertragsannahmen für Dachausrichtung und Verschattung achten
- Lieferzeit, Montagezeitraum und Zahlungsplan prüfen
- Bei mehreren Angeboten identische Wünsche angeben, damit die Preise vergleichbar bleiben
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